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Calabre – la région la plus épicée d’Italie

Kalabrien – das Mekka für Scharf-Esser

Immer in der zweiten Septemberwoche findet in Diamante, einem Ort in Kalabrien, das jährliche Peperoncini-Festival statt. So werden in Italien Chilis bezeichnet. In der süditalienischen Region werden die scharfen Schoten in großem Stil angebaut, denn sie lieben die Sonne und entwickeln hier ihr brennendes Aroma besonders gut. Wie verwurzelt der Import aus Südamerika inzwischen in der kalabrischen Kultur ist, zeigen auch die vielen Chilizöpfe, die an Hauswänden und über die Gassen gespannten Leinen trocknen. Nicht selten sieht man sie auch in Stein oder Mosaik gearbeitet als Häuserschmuck.

Nduja - die scharfe Salami aus Kalabrien
Nduja – die scharfe Salami aus Kalabrien

Die Kalabrische Küche

Selbstverständlich finden Peperoncini vor allem in der kalabrischen Küche Verwendung. Eine Spezialität der süditalienischen Region ist Nduja, eine streichfähige Salami, die es in sich hat. Frische Chilischoten geben ihr den scharfen Kick. Aber die Peperoncini machen auch vor Süßspeisen nicht halt: Mutige Einheimische und Urlauber trauen sich an Eis mit feinen Chilistückchen heran. Zum Frühstück kann man Konfitüren und Honig mit Chili genießen. Den ganzen Tag über bleibt also gewissermaßen kein Auge trocken.

Kalabrische Bombe - scharfes Gemüse
Kalabrische Bombe – scharfes Gemüse

Chili als Medizin

Die schweißtreibende Wirkung der scharfen Schoten hat ihnen den Ruf eingebracht, ein Aphrodisiakum zu sein. In Diamante, der Hauptstadt der Peperoncini in Kalabrien, werden Tütchen mit Chilipulver gar als „Viagra des armen Mannes“ feilgeboten. Der Genuss von Chili bringt den Kreislauf in Schwung – bei zu viel Schoten kann es auch mal gefährlich werden. Beim Campionato italiano mangiatori di peperoncino, der Meisterschaft im Chili-Essen, ist daher auch immer ein Arzt vor Ort, aber die meisten Teilnehmer kennen ihre Grenzen und benötigen seine Hilfe nicht.

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